9.10.2019

Weihnachtsgewürze

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Die Weihnachtszeit bringt nicht nur Wärme in unsere Herzen, sondern umhüllt uns auch mit ange-nehmen Düften. Überall riecht es verführerisch nach Zimt, Nelken oder Vanille. Gewürze sind Teile bestimmter Pflanzenarten und  werden wegen ihres natürlichen Gehaltes an Geschmacks- und Geruchsstoffen als würzende oder geschmacksgebende Zutat verwendet. So auch reichlich während der Weihnachtszeit. Wir kennen die Weihnachtsgewürze insbesondere in der Anwendung beim «Guezli» backen. Typische Weihnachtsgewürze lassen sich aber auch prima mit Früchten und Gemüse kombinieren. Im Folgenden finden Sie einen kleinen Überblick über ein paar ausgewählte Gewürze. Dazu gibt es jeweils einen Vorschlag, mit welchem Gemüse oder mit welcher Frucht Sie dieses auch in der Alltagsküche kombinieren können.

Anis, auch süßer Kümmel genannt, sind die grünen, getrockneten Samen der Anispflanze. Das typi-sche, leicht lakritzige Aroma liefert das ätherische Öl Anethol. Je nach Sorte schmeckt Anis süss-aromatisch bis würzig-herb. Anis wird meist gemahlen. Mögliche Verwendung: Gekochte Randen mit Anis würzen,  Anis passt besonders gut zu Wurzelgemüse.

Ingwer: Die Würze steckt in den Wurzeln der Ingwerpflanze, die zur Familie der Gewürzlilien gehört. Ingwer wird frisch wie auch getrocknet und gemahlen verwendet und schmeckt zitronig-scharf. Mögliche Verwendung: Spinatgemüse oder  Kürbissuppe mit Ingwer abschmecken, Gemüsecurrys.

Kardamom gehört zur Ingwer-Familie. Verwendet werden die unreifen Samen, die aus Blüten am Seitentrieb der Pflanze stammen. Kardamom schmeckt aromatisch und süss-scharf. Die Kapseln um die Kardamomsamen schützen ihr Aroma. Deshalb die Samen immer erst kurz vor dem Verwenden aus den Kapseln lösen. Mögliche Verwendung: Kardamom wird oft in der Zubereitung eines Gemüsecurrys verwendet.

Muskatblüte: Muskatblüte wird der Samenmantel des Muskatnussbaums genannt. Die Muskatblüte schmeckt aromatisch, würzig und warm, ist aber etwas dezenter als Muskatnuss. Mögliche Verwendung: in Gemüsesuppen, passt aber auch ideal zu Kohl.

Nelken sind getrocknete Blütenknospen des Gewürznelkenbaumes. Sie schmecken leicht scharf und haben durch den hohen Anteil an ätherischen Ölen (bis zu 25 Prozent) ein sehr intensives Aroma. Mögliche Verwendung: passt besonders gut in Kombination mit Rotkohl oder kann auch zum Verfeinern von Fruchtsalaten eingesetzt werden.

Piment: Seine kugelrunden Körner sind die unreif geernteten, getrockneten Beeren des Nelkenpfefferbaumes. Piment schmeckt nach Nelken, Muskat, Zimt und Pfeffer. Der Name stammt von Kolumbus, der Piment für Pfeffer hielt und ihn daher «Pimenta» (spanisch für Pfeffer) nannte. Mögliche Verwendung: passt zu geschmortem Gemüse und wird auch oft auch zum Einlegen von Gemüse verwendet.

Sternanis, auch Badian genannt, ist die sternförmige Frucht eines immergrünen Magnolienbaumes. Er ist nicht mit dem Anis verwandt, hat jedoch ein ähnliches, leicht lakritziges Aroma. Mögliche Verwendung: wird gelegentlich zum Würzen von Früchten in Kompott genutzt, passt auch ideal zu Mandarinen.

Vanille gehört zu den Orchideenpflanzen. Ihre Schoten sind botanisch gesehen Fruchtkapseln der Vanillepflanze, die viele kleine schwarze Samen und klebriges Öl enthalten. Die Schoten werden nach der Ernte mehrmals gedämpft und getrocknet, erst das ergibt den typischen aromatischen Geschmack. Mögliche Verwendung: passt zu Fruchtsalat bzw. zu nahezu allen Fruchtdesserts, ebenso lässt sich Schmorgemüse mit Vanille aromatisieren.

Zimt: Aus der getrockneten Rinde des Zimtbaumes wird der würzige Zimt hergestellt. Stangenzimt wird aus Ceylon-Zimt gemacht, indem mehrere getrocknete Rindenschichten ineinander geschoben werden. Dieser Zimt heißt auch Kaneel, er ist etwas heller und schmeckt feiner. Mögliche Verwendung: ideal für das Verfeinern von Apfelmus und Fruchtsalaten, passt zu Aubergi-nengerichten, Gemüsesuppen und orientalischen Gemüseeintöpfen

Aus all diesen Gewürzen und noch ein paar zusätzlichen feinen Zutaten kann ein leckerer Winter-punsch gemixt werden, mit welchem Sie übrigens auch gleich eine Portion Ihres täglichen Gemüse- und Früchteverzehrs gedeckt haben.

Selbstgemachter Apfelpunsch
Rezept:
Zutaten für 4 Personen:
1 Orange
1 Zitrone
1 1/2 Liter Apfelsaft
2 Sternanis
2 Nelken
3 Körner  Piment
1 Stange Zimt
1/2 TL  Kardamom, gemahlen
1 Msp.  Muskatblüte, gemahlen
1/2 TL  Ingwer
1 Vanilleschote
1 TL  Honig

Zubereitung: Orange und Zitrone auspressen und den Saft mit dem Apfelsaft in einen Topf geben. Sternanis, Nelken und Piment leicht mörsern und dazugeben. Die anderen Gewürze und den Honig ebenfalls dazugeben. Einige Minuten köcheln lassen. Anschliessend etwa 30 Minuten ziehen lassen. Gelegentlich umrühren ggf. nachwürzen und filtrieren. Kurz vor dem Servieren nochmals aufwärmen.

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