Selen

Im Körper sind etwa 10–20 mg Selen enthalten. Selen ist als Spurenelement ein wichtiger Bestandteil von Aminosäuren, die für den Aufbau von Proteinen benötigt werden. In der Leber und den Nieren ist am meisten Selen vorhanden.
Selen kommt sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Lebensmitteln vor, wobei Gemüse und Früchte verhältnismässig selenarm sind. Der Gehalt in Lebensmitteln hängt stark von der Bodenqualität bzw. dem Futtermittel für Tiere ab und unterliegt deshalb grossen Schwankungen.

Funktion im Körper

  • Hilft beim Aufbau selenhaltiger Proteine
  • Schützt die Zellen, das Erbgut und das Blutplasmas vor oxidativen Schäden
  • Ist Bestandteil von Enzymen
  • Reguliert Schilddrüsenhormone

Mangelerscheinungen

  • Blutarmut, Herzinsuffizienz, gestörte Spermienproduktion, Wachstums- und Knochenbildungsstörungen

Überdosierung

Übelkeit, Erbrechen, Verdauungsstörungen, Abgeschlagenheit, Verlust von Haaren und Nägeln, knoblauchartiger Atemgeruch, Erkrankung des Nervensystems

Wechselwirkungen

Die Resorptionsmechanismen sind noch nicht vollständig geklärt. Möglicherweise wird der Selenspiegel durch Rauchen, Alkoholkonsum und Krankheiten gesenkt.

Quellen

Fleisch, Fisch, Eier, Hülsenfrüchte, Nüsse, Vollkorngetreide.

Zufuhrempfehlungen

(männlich/weiblich)
Jugendliche 70 µg / 60 µg
Erwachsene 70 µg / 60 µg
Personen ab 70 µg / 60 µg

«5 am Tag» hilft bei der Mineralstoff- und Spurenelementversorgung

Für eine Tagesration von 60 µg müssten 850 g Champignons, 2 kg Weisskraut, 4 kg Zwiebeln oder 6 kg Tomaten, Spargeln oder Orangen gegessen werden.