Zink

Zink liegt im menschlichen Körper in einer Gesamtmenge von 2–3 g vor. Hohe Konzentrationen finden sich in der Bauchspeicheldrüse, den Augen (Iris und Retina), den männlichen Geschlechtsorganen, Knochen, Leber und Haaren.
Die Aufnahmerate von Zink ist von der Art des Lebensmittels und dessen Inhaltsstoffen abhängig und beträgt etwa 30 %. Wird weniger Zink aufgenommen, kann der Körper die Aufnahmerate bis auf 85 % steigen und gleichzeitig die Verluste über die Haut und den Urin verringern.
Fieber, Infektionen, Nieren- und entzündliche Darmerkrankungen führen zu einem niedrigeren Zinkspiegel.

Funktion im Körper

  • Aktiviert und beschleunigt die Enzymwirkung
  • Stärkt das Immunsystem
  • Reguliert Stoffwechselprozesse
  • Unterstützt ein normales Wachstum
  • Ist beteiligt bei der Reproduktion und der Entwicklung des Fötus
  • Hilft bei der Knochenbildung und Wundheilung

Mangelerscheinungen

  • Anfälligkeit für Infektionserkrankungen
  • Verzögerte Wundheilung
  • Durchfall
  • Appetitlosigkeit, verminderte Geschmacksempfindung
  • Veränderungen des Hautbilds (am Ende der Gliedmassen, um den Mund)
  • Haarausfall
  • Wachstumsstörungen

Überdosierung

Bei hoher Aufnahme entwickeln sich Verdauungsbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen,
Kopfschmerzen und Kreislaufstörungen

Wechselwirkungen

+ organische Säuren wie Zitronen-, Apfel- und Milchsäure fördern die Aufnahme
– Phytinsäure (z. B. in Vollkorngetreide) bindet Zink. Die Verfügbarkeit wird ausserdem durch einen hohen Gehalt an Kalzium, Cadmium oder Kuper gehemmt. Kasein (Protein in der Milch) vermindert die Aufnahme.

Quellen

Fleisch, Milchprodukte, Käse, Fisch, Meeresfrüchte, Kerne und Samen.

Zufuhrempfehlungen

Zufuhrempfehlungen (männlich/weiblich)
Jugendliche 10 mg / 7 mg
Erwachsene 10 mg / 7 mg
Personen ab 65 Jahren 10 mg / 7 mg

«5 am Tag» hilft bei der Mineralstoff- und Spurenelementversorgung

Eine Tagesration von 8 mg liefern entweder 195 g Kefen, 530 g Steinpilze, 880 g Kürbis oder Sojasprossen oder 1,3 kg Mais, Äpfel oder Spinat.