Phenolsäuren

Die Phenolsäuren werden in die zwei Gruppen Hydroxyzimtsäuren (z. B. Ferula- oder Kaffeesäure) und Hydroxybenzoesäuren (z. B. Gallus- oder Ellagsäure) aufgeteilt.
Die höchste Konzentration an Phenolsäuren ist in den Randschichten und Schalen der Pflanzen zu finden. Dort sorgen sie für die Stabilität der Zellwände. Werden äussere Randschichten, Blätter oder Schalen entfernt, verringert sich der Gehalt an Phenolsäuren deutlich. Ein Kilogramm Vollkornmehl enthält z. B. 500 mg Ferulasäure, in Weissmehl sind nur noch 50 mg zu finden. Dafür ist in einem Kilogramm Weizenkleie 5 g enthalten.

Wirkung

  • Antioxidativ (d. h. sie verhindern die Reaktion empfindlicher Moleküle mit Sauerstoff)

Verringert möglicherweise das Risiko für

  • Bestimmte Krebskrankheiten wie Speiseröhren- Magen- oder Lungenkrebs.

Vorkommen

Ferulasäure: Vollkorngetreide
Kaffeesäure: Kaffee, Kartoffeln (Schale)
Gallussäure: Rot- und Weisswein
Ellagsäure: Nüsse (Baumnüsse, Pekannüsse) und Beeren
Gemüse (Grünkohl, Weisskohl, grüne Bohnen, Spinat, Kopfsalat) und Früchte (Äpfel, Heidelbeeren) sind ebenfalls reich an Phenolsäuren

Zu Beachten

Das Entfernen von Schalen und Randteilen verringert den Gehalt an Phenolsäuren.

Anmerkung

Eine Empfehlung für die tägliche Zufuhr ist wissenschaftlich noch nicht definiert.

Sekundäre Pflanzenstoffe sollten nicht isoliert über Tabletten o. ä. eingenommen werden, da unerwünschte Nebenwirkungen entstehen können. Vermutlich sind auch die zahlreichen anderen Inhaltsstoffe in Lebensmitteln notwendig, damit sich die gesundheitsfördernde Wirkung entfalten kann.