Flavonoide

Im Pflanzenbereich sind etwa 6000 unterschiedliche Strukturen der Flavanoide bekannt. Dazu gehören die gelben Flavonole wie z. B. das Quercetin und die roten, blauen und violetten Anthozyane.
Flavonoide befinden sich hauptsächlich in den Randschichten der Pflanzen. Die Schalen und äusseren Blätter von Gemüse und Früchten sollten deshalb möglichst auch verzehrt werden. Der tatsächliche Gehalt hängt jedoch von der Jahreszeit ab, da die Flavonoid-Produktion lichtabhängig ist. Im August enthalten Salate 3–5 Mal mehr Flavonoide als im April.

Wirkung

  • Antioxidativ (d. h. sie verhindern die Reaktion empfindlicher Moleküle mit Sauerstoff)
  • Entzündungshemmend
  • Blutdrucksenkend
  • Antibiotisch (d. h. sie hemmen das Wachstum von Mikroorganismen wie Bakterien und Pilzen)
  • Stimulieren das Immunsystem
  • Unterstützen die Nervenfunktion

Verringert möglicherweise das Risiko für

  • Bestimmte Krebsarten
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Thrombosen

Vorkommen

Flavonole: Beeren, Äpfel, Peperoni, Sellerie, Karotten, Grapefruit, Orangen, Rotwein, Tee, Zwiebeln und Endivie.
Anthozyane: Auberginen, Beeren wie z. B. Cassis, Heidelbeeren, Brombeeren.
Quercetin: Zwiebeln, Grünkohl, Lauch, Tomaten, Beeren.

Zu Beachten

Bei der Herstellung von Apfelsaft gehen nur etwa 10 % der Flavonoide in den Apfelsaft über. Der Rest beleibt in den Pressrückständen zurück.

Anmerkung

Eine Empfehlung für die tägliche Zufuhr ist wissenschaftlich noch nicht definiert.

Sekundäre Pflanzenstoffe sollten nicht isoliert über Tabletten o. ä. eingenommen werden, da unerwünschte Nebenwirkungen entstehen können. Vermutlich sind auch die zahlreichen anderen Inhaltsstoffe in Lebensmitteln notwendig, damit sich die gesundheitsfördernde Wirkung entfalten kann.