Vitamin D – Calciferol

Zur Vitamin-D-Familie gehört eine Reihe fettlöslicher Verbindungen, die für den Mineralhaushalt wichtig sind. Das Vitamin D (Cholecalciferol/Vitamin D3) ist das einzige Vitamin, das der Körper mit Hilfe der UVB-Strahlung des Sonnenlichts selbst bilden kann.
Zur Deckung des Tagesbedarfs ist der Gehalt in Lebensmitteln zu gering. Vitamin D ist zwar in tierischen Lebensmitteln und in Pilzen enthalten, allerdings nur in geringen Mengen. Der grösste Teil des täglichen Bedarfs wird mit dem körpereigenen Vitamin D abgedeckt.
Die meisten Menschen halten sich im Alltag immer wieder an der Sonne auf, sodass die körpereigene Vitamin-D-Bildung im Sommer normalerweise ausreichend ist.  In den Monaten November bis Februar reicht die Sonnenstrahlung im Schweizer Mittelland bei einem Grossteil der Bevölkerung nicht aus, um eine ausreichende Vitamin-D-Produktion in der Haut anzuregen. Ob diese zeitlich beschränkte Unterversorgung problematisch ist, lässt sich im Moment nicht abschliessend beurteilen.
Zur Behebung eines Vitamin-D-Mangels ist eine UV-Exposition wegen der schädlichen Wirkung der UV-Strahlen kein geeignetes Mittel. Bei einem Mangel oder einem erhöhten Bedarf kann in Absprache mit einer Ärztin oder einem Arzt Vitamin D in Tropfenform eingenommen werden.

Funktion im Körper

  • Aufbau und Erhalt der Knochen und Zähne
  • Steuerung der Zellteilung
  • Stärkung des Immunsystems
  • Erhaltung der normalen Muskelfunktion

Mangelerscheinungen

  • Demineralisierung der Knochen
  • Osteoporose
  • Müdigkeit
  • Muskelschwäche
  • Bei Kindern: Rachitis (Verformung des Skeletts)

Überdosierung

Eine Überdosierung über Nahrungsmittel oder Sonnenlicht ist nicht möglich. Bei langfristiger Einnahme sehr hoch dossierter Supplemente kann es zu Symptomen wie Herzrhythmusstörungen, Kopfschmerzen und Übelkeit kommen. In schweren Fällen können sich Nierensteine entwickeln.

Wechselwirkungen

+ Vitamin D ist zusammen mit Vitamin K, Vitamin C und Vitamin B6 für gesunde Knochen zuständig.
– Bestimmte cholesterinsenkende Mittel (Cholestyramine) und Abführmittel verhindern die Aufnahme von Vitamin D im Darm.

Quellen

Fetter Salzwasserfisch (z. B. Lachs, Hering), Eier, Fleisch, Milch, Butter und Pilze

Zufuhrempfehlungen

Jugendliche 15 µg
Erwachsene 15 µg
Personen ab 65 Jahren 20 µg

«5 am Tag» hilft bei der Vitaminversorgung

750 g Pilze müssten verspeist werden, um die Zufuhrempfehlungen für einen Tag von 15 µg zu decken. Andere Gemüse- und Früchtesorten enthalten kein Vitamin D.