Vitamin K – Phyllochinon

Vitamin K ist ein fettlösliches Vitamin. Es ist für die Blutgerinnung und den Aufbau von Knochen von grosser Bedeutung. Vom Vitamin K gibt es in der Natur die Formen Vitamin K1 (Phyllochinon) und Vitamin K2 (Menachinon).
Vitamin K1 wird von Pflanzen gebildet und ist insbesondere in grünem Blattgemüse, Broccoli und Rosenkohl enthalten. Der Vitamin-K-Gehalt kann sich je nach Jahreszeit ändern, da die Vitamin-K1-Produktion an die Fotosynthese gekoppelt ist.
Vitamin K2 wird im menschlichen Darm von Bakterien gebildet. Ob dieses von den Bakterien gebildete Vitamin K2 einen Beitrag zur Bedarfsdeckung leistet, ist noch nicht vollständig geklärt.

Funktion im Körper

  • Wichtig für die Blutgerinnung
  • Erhaltung gesunder Knochen

Mangelerscheinungen

  • Ein Vitamin-K-Mangel kommt bei gesunden Erwachsenen in der Regel nicht vor. Ein Mangel entsteht meist infolge einer Störung der Fettaufnahme im Darm oder einer künstlichen Ernährung. Bei einem Mangel kommt es zu übermässigen Blutungen.

Überdosierung

Selbst bei lang anhaltender Aufnahme grosser Mengen an Vitamin K wurden keine schädlichen Nebenwirkungen beobachtet.

Wechselwirkungen

+ keine bekannt
– Eine hohe Zufuhr an Vitamin A oder E fördert Mangelzustände von Vitamin K.

Quellen

Grünes Gemüse wie Spinat, Zwiebeln, Rosenkohl, Krautstiel, Lauch. Aber auch Pflanzenöle, Haferflocken, Hülsenfrüchte (z.B. Soja) und Butter.
Vitamin K2 kommt in Fleisch und Milchprodukten wie beispielsweise im Käse vor.

Zufuhrempfehlungen

Zufuhrempfehlungen (männlich/weiblich)
Jugendliche 70 µg /60 µg
Erwachsene 70 µg /60 µg
Personen ab 65 Jahren 80 µg /65 µg

«5 am Tag» hilft bei der Vitaminversorgung

Zur Deckung des Tagesbedarfs reichen bereits 16 g Krautstiel, 21 g Zwiebeln, 23 g Spinat, 26 g Rosenkohl, 27 g Fenchel, 29 g Lauch, 31 g Blumenkohl oder 33 g Nüssli- oder Endiviensalat. Früchte enthalten sehr wenig Vitamin K: es bräuchte beispielsweise 1,6 kg Äpfel um den Tagesbedarf zu decken.